Untersuchung

Eine Untersuchung sollte in ca. 4- wöchigem Abstand bis zur 32. Schwangerschaftswoche, danach in 3- bzw. 2- wöchigem Abstand bis zur Entbindung durchgeführt werden. Bitte nehmen Sie die entsprechenden Termine regelmäßig wahr, sie dienen dazu, einen problemlosen Verlauf Ihrer Schwangerschaft zu gewährleisten.

Zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche, der 19. und 22.SSW und der 29. und 32. SSW ist eine Ultraschalluntersuchung vorgesehen. Mit Hilfe dieser Ultraschalluntersuchungen können in vielen Fällen eventuelle schwere Entwicklungsstörungen des Kindes frühzeitig bemerkt werden, um ggf. eine entsprechende Diagnostik oder Therapie einleiten zu können.

Ringelröteln (Parvovirus B19)

Wichtig zu wissen ist, dass die Ringelrötelninfektion im Erwachsenenalter in mehr als 60% ohne charakteristische Symptome verläuft. Daher kann die Infektion nur serologisch (IgG – und IgM – Antikörperbestimmung) erkannt werden, so auch in der Schwangerschaft.

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Varizella-Zoster-Virus (Windpocken)

Eine Windpockeninfektion kann in der Frühschwangerschaft bis ca. 23. Woche zu einem sogenannten kongenitalen Varizellen-Syndrom (Hautnarben, Gliedmaßenveränderungen, geringes Geburtsgewicht, Lähmungen u.a.) führen, welches mit einer Häufigkeit von 1-2% bei den erkrankten Patientinnen auftritt.

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Zytomegalie – Virusinfektion

Die Zytomegalie-Virusinfektion ist die häufigste Infektion in der Schwangerschaft, die jährlich in 1 - 4% zu primären Infektionen bei schwangeren Patientinnen führt. Zirka 10% der betroffenen Kinder zeigen bei der Geburt oder später Infektionssymptome, bei 10 – 15% der Kinder kommt es zu Spätschäden. Die Symptome des Kindes können ernsthaft sein und von Verkalkungen bis hin zu einer Wachstumsstörung des Gehirns, einer Entzündung der Netzhaut oder Taubheit reichen.

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Toxoplasmose

Diese Infektion, die hauptsächlich durch Katzenkontakt sowie den Genuss vom rohen Fleisch zustande kommt, führt bei gesunden Schwangeren selten zu Symptomen. Bei Erstinfektionen der Mutter kurz vor oder während der Schwangerschaft können jedoch ohne Behandlung für das Kind schwerwiegende Folgen auftreten, die von Verkalkungen im Gehirn mit möglichen Krampfanfällen bis hin zum Wasserkopf oder zur Blindheit reichen.

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Untersuchung auf Bakterien im Vaginalabstrich

Kurz vor der Geburt, ca. in der 36. – 38. Schwangerschaftswoche kann durch die Untersuchung eines Abstriches ausgeschlossen werden, dass sich in den Geburtswegen Bakterien befinden, die Ihr Kind unter der Geburt infizieren können und dann zu schweren Infektionen, wie z.B. zur Lungenentzündung, beim Kind führen. Es handelt sich hierbei im wesentlichen um B-Streptokokken. Falls diese bei Ihnen nachgewiesen werden, kann während der Geburt eine entsprechende Therapie erfolgen. 

Chlamydientest

Chlamydien können zu vorzeitigen Wehen oder Blasensprung führen, beim Neugeborenen zu Augenentzündungen und anderen Infektionen. Die Mutterschaftsrichtlinien sehen einen Test in der Frühschwangerschaft vor. Sinnvoll wäre auch eine Kontrolle am Ende der Schwangerschaft.

Gonorrhoe

Nach der Geburt erhält Ihr Kind eine sogenannte Crede’sche Prophylaxe. Hierbei wird dem Neugeborenen 0,5 – 1%ige Silbernitratlösung in die Lidfalten des Auges geträufelt, um eine Augeninfektion mit Gonokokken zu verhindern.Dies ist für Ihr Kind jedoch schmerzhaft. Falls daher vor Geburt durch die Untersuchung eines Abstriches eine Infektion mit Gonokokken ausgeschlossen werden kann, ist die Crede’sche Prophylaxe nicht erforderlich. 

Pilzdiagnostik

Aus dem Scheidenabstrich kann eine Pilzkultur angelegt werden. Bei einem bestehenden Scheidenpilzbefall der Mutter, der auch ohne Beschwerden vorhanden sein kann, ist eine Infektion des Kindes während des Geburtsvorganges möglich. Diese Infektion führt beim Neugeborenen in vielen Fällen zu einem Pilzbefall, besonders im Bereich der Mundhöhle und der Haut. Bei Frühgeborenen kann es in Einzelfällen auch zu einer schweren Allgemeininfektion kommen.

Blutgruppenbestimmung

Zu Beginn der Schwangerschaft sollte eine Bestimmung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors (falls noch nicht bekannt), sowie die Durchführung eines Antikörpersuchtestes erfolgen, um ggf. eine Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Ihnen und Ihrem Kind frühzeitig festzustellen. Der Antikörpersuchtest wird zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche wiederholt, um zu überprüfen, ob in der Zwischenzeit eine Blutgruppenunverträglichkeit aufgetreten ist.

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Infektionsverhütung

 Zu Beginn der Schwangerschaft wird eine weitere Blutuntersuchung vorgenommen, die feststellt, ob Sie gegenüber einer Infektion mit dem Rötelnvirus immun sind. Dies ist wichtig, da eine Infektion mit dem Rötelnvirus in der Schwangerschaft zu Missbildungen bei Ihrem Kind führen kann.

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Zusätzliche Hinweise

Allgemeine Informationen zum Beginn einer Schwangerschaft

Die frauenärztlichen Untersuchungen dienen dazu, eine möglichst gute und ungestörte Entwicklung Ihres Kindes zu gewährleisten. Trotzdem ist es wichtig, dass auch eine gesunde Lebensweise und Ernährung (vor allem kein Alkohol, kein Nikotin, keine entbehrlichen Medikamente, keine Röntgenuntersuchung, ausgewogene Mischkost) ebenfalls zu einem guten Verlauf Ihrer Schwangerschaft beitragen.

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Weitere Untersuchungen

In Paragraph 70 des 5. Teil des Sozialgesetzbuches schreibt der Gesetzgeber vor: „Die Versorgung der Versicherten muss ausreichend und zweckmäßig sein, sie darf das Maß des Notwendigen nicht überschreiten und muss wirtschaftlicherbracht werden.“

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Zuckerkrankheit in der Schwangerschaft

Im Rahmen der Schwangerschaft kann eine Zuckerkrankheit auftreten, die sich nach der Entbindung meist wieder bessert (Gestationsdiabetes). Im Rahmen der Routineuntersuchungen werden ca. 20% dieser Erkrankungen nicht erkannt.

Durch den erhöhten Blutzuckerspiegel kann sich beim Kind eine erhöhte Rate von Missbildungen ergeben, ein zu großes Herz, ein zu großes Kind oder in Extremfällen ein Absterben des Kindes im Mutterleib. Wir empfehlen Ihnen daher die Durchführung eines Zuckerbelastungstests zwischen der 24. und 27. Schwangerschaftswoche, um diese Erkrankung auszuschließen.

Störungen der Erbanlagen

Risikoabschätzung für ein Down-Syndrom, ein Edwards-Syndrom und das Syndrom des „offenen Rückens“ (Spina-bifida). Das Risiko für ein Down-Syndrom (auch „Mongolismus“ genannt) steigt mit dem mütterlichen Alter, kann aber auch schon bei jungen Frauen auftreten.

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Infektionskrankheiten

Verschiedene Infektionskrankheiten können während der Schwangerschaft und bei der Entbindung zu Problemen bzw. zu Störungen der Entwicklung des Kindes führen. Wichtig ist, dass viele dieser Infektionen, wie z.B. Infektionen mit Zyomegalievirus oder mit Toxoplasmose, sowie mit B-Streptokokken in der Schwangerschaft ohne Symptome oder symptomarm verlaufen, so dass sie nicht akut bemerkt werden. Trotzdem können solche Infektionen zu einer Schädigung des Kindes führen. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Erkrankungen:

Ultraschalluntersuchung

Jede Schwangere hat Anspruch auf drei routinemäßige Ultraschalluntersuchungen im Verlauf einer unkomplizierten Schwangerschaft zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse (siehe vorne).

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